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Bildergalerie 2003

Militärhistorische Exkursion zum
Militärhistorischem Museum der Bundeswehr in Dresden
       
Unser RK-Vorsitzender StFw d.R. Ingo Rudolf und sein Stellvertreter OFw d.R. Dieter Stucki Stuckmann nahmen an einem militärhistorischen Truppenbesuch der AKRU (Arbeitskreis der Reserve-Unteroffiziere) vom 18.07. bis 20.07.2003 in Dresden teil. Bei wüstenähnlichen Temperaturen ging es mit einem komfortablen Bus mit tadelloser Aircondition (Baujahr etwa 1960, Polsterung 1 cm dick) zunächst nach Suhl, wo die Teilnehmer das Waffenmuseum besichtigten. Eine empfehlungswerte Sammlung von Waffen, die einen zweiten Besuch wert ist!

Weiter ging es nach Königsbrück zum Flugphysiologischen Institut der Bundeswehr, einem Testzentrum mit Zentrifuge und Höhendruckkammer, in denen schon Astronauten aus der ehemaligen DDR und der UDSSR trainiert haben. Ein gemütlicher Abend, bei dem die Teilnehmer von traditionellen lokalen Genüssen verwöhnt wurden, beendete den Anreisetag.

Am Samstag ging die Fahrt zunächst zum Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. Das Museum ist in einem von 1873 bis 1876 errichteten Arsenalhauptgebäude untergebracht, das sich im Zentrum eines großzügig angelegten Militärkomplexes am Nordrand Dresdens (Albertstadt) befindet.

Im Umfeld rasanter militärtechnischer und -struktureller Entwicklungen am Ende des 19. Jahrhunderts verloren Zeughäuser und Arsenale ihre ursprünglichen Funktionen. Manche fanden als Museen Verwendung. 1878 konnten erstmals Besucher die Arsenalsammlung besichtigen, bis 1914 wurde diese zum Königlich-Sächsischen Armeemuseum ausgebaut. 1945 schloss das später in "Heeresmuseum Dresden" umbenannte Haus seine Pforten und diente kurzzeitig der Roten Armee als Verwaltungsgebäude. Ab 1946 diente es als Stadthalle.

Von 1967 bis 1972 wurde das Haus rekonstruiert und wieder ein Militärmuseum, das "Armeemuseum der DDR". 1990/1992 wurde das inzwischen in "Militärhistorisches Museum Dresden" umbenannte Haus in die Struktur der Bundeswehr eingegliedert und ist Leitmuseum.

Die reichhaltigen Bestände des Museums setzen sich aus Teilen der aus der UDSSR in den 50er Jahren zurückgeführten Bestände des "Sächsischen Heeresmuseums" und der "Reichsmarinesammlung des Meereskundlichen Museums Berlin" sowie aus den Erwerbungen eigener zielgerichteter Sammlungstätigkeit seit den 60er Jahren zusammen. Im heutigen Fundus und in der ständigen Ausstellung befinden sich wertvolle Waffen, unterschiedliches militärisches Gerät, Uniformen, Fahnen, Orden, Medaillen, Modelle, Schriftgut, eine umfangreiche Photothek und Kunstwerke mit militärischem Bezug. Umfangreich und detailliert ist in den Sammlungen die Geschichte der ehemaligen NVA der DDR und ihre Rolle im Warschauer Vertrag präsent. So kann der Besucher einen mit nie verliehenen Orden gefüllten Schrank bewundern, die im Falle eines Krieges mit der NATO an die Soldaten verliehen werden sollten, die als erste den Rhein erreichten und überschritten!

Auf einer Ausstellungsfläche von 7200 qm werden in den drei Hauptabschnitten "Spätes Mittelalter bis 1900", "Erster und zweiter Weltkrieg" und "Geschichte deutscher Nachkriegsstreitkräfte" über 7000 vorwiegend authentische Objekte aus mehr als sechs Jahrhunderten wechselvoller deutscher Militärgeschichte gezeigt. Es ist an dieser Stelle unmöglich, auf die einzelnen Objekte einzugehen, immerhin konnte „Stucki“ im Freigelände nach 40 Jahren ein Wiedersehen mit einer F86 feiern. Mit diesem Flugzeug begann seine militärische Laufbahn.

Nach einem wie üblich viel zu kurzem Aufenthalt von 5 Stunden ging es dann zur Besichtigung der Dresdner Innenstadt. „Ingo im Zwinger“, allerdings nicht hinter Gittern, sondern in Freiheit und guter Laune. Alle Teilnehmer zeigten sich aufs tiefste beeindruckt von den Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten besonders an der Frauenkirche. Das größte Puzzle der Bundesrepublik!

Danach ging es im gemütlichen aber schweißtreibenden Fußmarsch ein paar Kilometer weiter zu einem alten Bauhaus, wo der Tag ausklang.

Hier wurde es spät, dafür ging es aber am Sonntag schon früh los in Richtung Jena. Auf dem Gelände der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt gab es einen lange dauernden aber trotzdem nicht langweiligen Vortrag über den militärischen Verlauf der Schlacht, der auf der Weiterfahrt durch einen ebenso spannenden Vortrag über die politischen und militärpolitischen Hintergründe dieser Epoche ergänzt wurde.

Es war eine gelungene, wenn auch anstrengende Fahrt. Wir können Dresden nur weiterempfehlen!