| Allgemeine Eckdaten |
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| Bezeichnung | Vierdaagse van de Ijzer |
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| Ort | Oostduinkerke, Nieuwpoort, Poperinge, Diksmuide und Ieper / Belgien |
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| Termin | gemäß Einladung; meistens
im August |
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| Marschleistung | An vier Tagen werden jeweils wahlweise
32 km oder 16 km marschiert. |
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| Thematik | • |
Festigung der Bande zwischen den internationalen
militärischen Kräften und den Nationen durch ein gemeinsames sportliches
Ereignis, daß auch der Zivilbevölkerung offensteht |
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Gedenken der Gefallenen beider Weltkriege;
insbesondere derer, die ihr Leben im Ersten Weltkrieg auf den Schlachtfeldern
des Westhoek gelassen haben |
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Marsch über historisches Gebiet (1914-1918) | |||||||||||||
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Naturschönheiten des Westhoeks,
der Ijzergegend, des Ieperschen Hügellandes und der Poperingischen
Hofenlandes |
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umfangreiches Rahmenprogramm: Zeremonien, Kranzniederlegungen,
Paraden, Fallschirmjäger-Absprünge, Musikkapellen, Tombolas,
und vieles mehr! |
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| Teilnehmer | militärische Marschgruppen und zivile Wanderer verschiedener Nationen | |||||||||||||
| Teilnehmerzahl | knapp 10.000 |
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| Teilnahmegebühr |
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| Kontakt |
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| Webadresse | ||||||||||||||
| Ausschreibungsdaten
der Deutschen Bundeswehr |
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| Ausschreibungsblatt Nr. | 302-M-IBA |
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| Teilnehmer | Reservisten der Bundeswehr mit guten
Marschleistungen |
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| Anzahl | 30 Teilnehmer |
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| Voraussetzungen |
hohe körperliche Leistungsfähigkeit |
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| Leitung / Durchführung | • |
WBK II / VBK 31 |
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Provinzkommandantur Westflandern | |
| Bekleidung / Ausrüstung | • |
gemäß Richtlinien für
Bekleidung (allg. Umdruck 37/3) Nr. 10216 |
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es ist einheitlich der Feldanzug, Tarndruck zu tragen |
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Teilnehmer, die noch nicht mit Feldanzug, Tarndruck
ausgestattet sind, haben diesen leihweise zu empfangen |
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Rucksack, Schlafsack, Iso-Matte, Eßbesteck, Eßgeschirr | |
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| Weiteres | • |
es werden 4x32 km in Zugformation marschiert |
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Platzzuteilung durch WBK II / VBK 31 |
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WBK II organisiert alle weiteren Notwendigkeiten |
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| Weitere
Informationen |
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| Unterbringung | Die Teilnehmer können frei unter
den zur Verfügung gestellten Camps wählen. In den Lagern von
Oostduinkerke und Poperinge kann man auch im eigenen Zelt oder Wohnwagen
residieren. Die Organisatoren sorgen für Mahlzeiten, Sanitäranlagen,
medizinische Versorgung und Transportmöglichkeiten. Mitzubringen sind: Schlafsach oder Decke, Besteck, Teller, Becher und Waschzeug! |
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| Transport | Zwischen den einzelnen Lagern wird ein
Bus-Shuttleservice zu den jeweiligen Startplätzen (und zurück) eingerichtet,
den die Teilnehmer kostenlos nutzen können. |
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| Historischer
Hintergrund |
Der Frankreichfeldzug begann im Sommer 1914: Unter
massiver Verstärkung der Westfront (an der Ostfront wurde lediglich
ein geringes Truppenkontingent zur notdürftigen Sicherung zurückgelassen)
gelang den deutschen Truppen gemäß dem Schlieffenplan zunächst
der schnelle Durchmarsch durch Belgien (handstreichartige Eroberung Lüttichs
vom 6. bis 16. August) und der Vorstoß bis zur Marne. Dort führte
eine starke britisch-französische Gegenoffensive aus Paris und von
Süden her zur Marneschlacht (5. bis 12. September), die der deutsche
Generalstabschef Helmuth von Moltke trotz günstigen Verlaufs abbrach,
als zwischen der 1. und 2. deutschen Armee eine Lücke entstand, in
der die Briten durchzubrechen vermochten. Er gab den Befehl zum Rückzug
hinter die Aisne. Damit war das Kernstück des deutschen Kriegsplanes,
die rasche Umfassung und Vernichtung der französischen Truppen (Schlieffen
nannte es “Cannae von gewaltigem Ausmaß”), gescheitert.
Der nun einsetzende “Wettlauf zum Meer”, mit dem beide Seiten
versuchten, eine Umfassung des Gegners durch weites Ausholen nach Norden
bis zur Kanalküste zu erzwingen, endete ergebnislos. Mit dem Scheitern
des deutschen Angriffs an der Yser und vor Ypern (September bis November
1914) erstarrte der Bewegungskrieg schließlich zum Stellungskrieg.
Von der Nordseeküste bis zu den Alpen enstand eine geschlossene Front,
an der sich die feindlichen Heere in schwer überwindbaren Befestigungen
eingruben. Nachdem sich die Gegner in ihre Stellungen eingegraben hatten, waren die folgenden Kriegsjahre geprägt von Versuchen, durch immer größeren Einsatz von Menschen und Material wieder Bewegung in die Fronten zu bringen. An die Stelle der offenen Feldschlacht war der “Abnützungskrieg” getreten. 1915/1916 versuchten die Alliierten mehrfach an verschiedenen Frontabschnitten, durch massiertes Artilleriefeuer ihren Infanterieeinheiten einen Weg freizuschießen, um endlich einen Durchbruch durch das Grabensystem des Gegners zu erzwingen, was jedoch nicht gelang. Nach dem faktischen Ausscheiden des russischen Kriegsgegners durch die Oktoberrevolution, das am 3. März 1918 durch den Frieden von Brest-Litowsk zwischen den Mittelmächten und Sowjetrußland endgültig besiegelt wurde, kam noch einmal Hoffnung im deutschen Lager auf. Entlastet vom Zweifrontenkrieg, versuchte der deutsche Generalstab nun, im Westen die Entscheidung zu erzwingen, bevor die amerikanischen Truppen in voller Stärke in Europa Fuß gefaßt hatten. Am 21. März 1918 startete eine große Frühjahrsoffensive der deutschen Truppen, die zunächst sehr vielversprechend war: Die Nahtstelle des französischen und britischen Frontabschnitts wurde durch den deutschen Angriff aufgerissen und die Front um 60 Kilometer nach vorn geschoben. Bei Ypern und am Chemin des Dames an der Aisne gelangen weitere Ausbuchtungen der Front; das deutsche Heer konnte erneut bis zur Marne vorstoßen. Doch damit waren die Kraftreserven der mittlerweile stark dezimierten deutschen Verbände aufgebraucht. Mit der am 18. Juli 1918 einsetzenden Gegenoffensive unter Marschall Foch, der seit dem 14. April den einheitlichen alliierten Oberbefehl führte, drängten alliierte Verbände das deutsche Heer, das der materiellen und numerischen Überlegenheit der Ententemächte nicht mehr gewachsen war, wieder hinter die Marne zurück. Vor allem das stetige Anwachsen der amerikanischen Truppen (zu Beginn der Offensive befanden sich 600 000, Ende Oktober 1918 etwa 1,8 Millionen US-Soldaten auf französischem Staatsgebiet) machte sich nun entscheidend bemerkbar. Als am 8. August 1918 etwa 500 britischen Panzern bei Amiens ein Durchbruch auf breiter Front gelang, bei dem sieben deutsche Divisionen aufgerieben wurden und rund 70 Prozent ihrer Soldaten in Gefangenschaft gerieten, war die Niederlage des Deutschen Reiches besiegelt. |